Arche Noah Zelt 2016 "Gemeinsam lernen"

Organisation

Nachhaltigkit mit dem Leitprojekt "Gemeinsam lernen"                         
Samstag, 24.09.2016, 12 – 21 Uhr  und  Sonntag, 25.09.2016, 12 – 17 Uhr  (Kennedy Platz)

Die KIT-Initiative ist 2016 das vierte Jahr auf der Arche Noah. Nachhaltige Strukturen aufzubauen ist nicht einfach. In den vergangenen 3 Jahren konnten viele Erfahrungen gesammelt werden, die neue Strukturen entwickeln helfen. Wir entwickeln in der "Galerie Europäisches Innovationshaus", ebenfalls ein Modul zum Aufbau von Nachhaltigkeit aus dem Netzwerk der Arche Noah. Unsere Besprechungen zur Projektentwicklung finden in der Galerie statt.

Aus dem Blickwinkel von Handwerk- und Technikbegeisterung (MINT) versucht die KIT-Initiative Bildung, Kreativität, Kultur, soziale Innovationen, Erfindergeist und unternehmerisches Handeln zu vernetzen.

 

Lernträger: Kunst-Schleudermaschine

KIT-Partnerin Gudrun Haas hat für die Arche Noah 2016 einen KIT-Club Kunst-Schleudermaschine ins Leben gerufen. Handwerk, Technik und Kunst wurden in einem interkulturellen, interdisziplinären Projekt zusammengebracht. Ehrenamtlerin Gudrun Haas hat zum Projekt das Emil-Frick-Haus begeistern können, in dem Sie ehrenamtlich arbeitet.

Die Planken der KIT-Initiative, der Fotokunst Gudrun Haas und des Emil-Frick-Hauses wurden von Gudrun Haas mit Jugendlichen Flüchtlingen zusammen entwickelt.

Da die diesjährige Arche unter dem Motto >>Was uns trennt und was uns eint<< steht, entstanden die Planken 1+2 aus der Idee heraus, den minderjährigen Flüchtlingen eine Möglichkeit zu geben, sich mit ihrem Leben vor der Flucht, den Fluchtgründen und den damit verbundenen Erlebnissen auseinanderzusetzen.

Erster Pressebericht

Planke 1 Malerei


Frieden und Krieg, Angst und Hoffnung, Schönes und Schreckliches wurden von den Jungs des Emil-Frick-Hauses bei der ersten entstandenen Planke mittels Malerei umgesetzt. Auf der linken Seite ist das Leben vor der Flucht zu sehen. Eine bunte Welt mit fröhlichen Gesichtern, hellblauem Himmel, lachender Sonne, bunten Blumen und Häusern. Rechts spiegeln sich die schrecklichen Erlebnisse wider. Zerstörte Häuser, Panzer, Hubschrauber, Soldaten, zunehmende Dunkelheit und getötete Haustiere.

 

Planke 2 Kunst-Schleuderbilder


Das Projekt mit der Kunst-Schleudermaschine ist ein gemeinsames Zelt-Projekt der KIT-Initiative mit dem Emil-Frick-Haus der Jugendhilfe Essen gGmbH und Gudrun Haas FotoArt beim Stadtfest der Arche. Das gemeinsame interkulturelle und interdisziplinäre Lernen steht im Mittelpunkt. Handwerk, Technik, Kunst und Kultur werden verbunden.

Die Idee zum Bau der Maschine entstammt aus den Kindheitserinnerungen von Gudrun Haas. Vor Jahrzehnten war eine solche Maschine bei Gemeindefesten ein Renner. Wir freuten uns sehr, dass die Maschine vom Sprachmittler und Betreuer Haumand Said in Zusammenarbeit mit einigen Jungs des EFH gebaut wurde.

Als die ersten Bilder aus der Maschine kamen, war man sich sehr schnell einig, daß daraus ebenfalls eine Planke entstehen mußte. Die Jugendlichen sahen in den entstandenen Bildern nicht nur aufgebrachte Farben, die durch Zentrifugalkraft (Fliehkraft) in Bewegung kamen, sondern auch das, was das Leben mit ihnen und anderen Flüchtlingen gemacht hat. Sie wurden praktisch aus ihrem Lebensmittelpunkt gerissen, in verschiedene Richtungen versprengt, ohne vorher zu wissen, wo sie im Endeffekt ankommen und welche Farbe/welches Erleben dann dominieren wird. 

Ein weiterer gedanklicher Ansatzpunkt war, daß man im Leben auch oftmals nicht weiß, wo man auch im Positiven ankommen wird. Es wurden Bilder in hellen, fröhlichen Farben gestaltet, die für das glückliche, normale Leben und Erleben stehen und dann auch düstere, traurige Bilder, die Krieg und Flucht darstellen.
Das Aufkleben der entstandenen Schleuderbilder auf die Planke ist das praktische "Verarbeiten" der erlebten eigenen Situationen.
 

Planke 3 "Rad der Zeit = Unendlichkeit"

Für die Planke der KIT-Initiative entwickelte Gudrun Haas eine Grundidee zum "globale Lernen" an sich. Die Bedingungen/Gegebenheiten zum benötigten Antrieb, etwas zu erreichen; wobei jeder Antriebspunkt für sich genommen sowohl trennen als auch verbinden kann.

In Kooperation mit jugendlichen Flüchtlingen aus dem Emil-Frick-Haus wurden Inhalte entwickelt und auf der Planke umgesetzt. Die "Antriebsworte" des Rades sind in verschiedene Sprachen übersetzt. Die Jungs haben an den Rändern der Planke ihre Heimatländer eingebracht.

P.S. Eigene Gedanken von Gudrun Haas:
Das geflügelte Herz auf dieser Planke > die Liebe zu Jemandem oder Etwas verleiht Flügel < wie auch den Jugendlichen mit Hilfe der Betreuer der Jugendhilfe, vieler Ehrenamtler und anderer Menschen, die sich für sie einsetzen und eingesetzt haben. Ende des Jahres werden die Jungs flügge, sie verlassen dann das Emil-Frick-Haus. Sie werden sich später an die glückliche umsorgte Zeit bei uns erinnern.

 

Gudrun Haas hat schließlich auch unser gemeinsames Plakat entwickelt und mit den Projektpartnern abgestimmt.

 

Lernträger: Erfindung mit sozialem Hintergrund

Friedensstiftende interkulturelle Begegnung für Menschen mit Handwerk und Technikbegeisterung.

KIT-Partner Joshua Richter (11 Jahre, Bild oben) ist Erfinder der aufblasbaren Lagerungshilfe, eine Erfindung für behinderte Kinder. Die aufblasbare Lagerungshilfe ist dafür da das behinderte Kinder gut sitzen können ohne umzufallen. Erwachsene können Sie natürlich auch benutzen.

Ich suche Schüler, die im KIT-Club Junior-Erfinder mitmachen. Wir Schüler sind vom 27.10. - 30.10. auf der internationalen Erfindermesse in Nürnberg.

Bildquelle: Familie Richter


 

Lernträger: LED Taschenlampen

Wegen des Erfolges sind wir mit dem Thema das dritte Jahr im Arche Noah Zelt. Das Projekt wurde mehrfach an Schulen und Einrichtungen nachgefragt. Jung und Alt arbeiten hier gemeinsam.

Als leer weggeworfene Batterien werden von Kindern genutzt, um LED Taschenlampen zu bauen.

 

Lernträger: Fotokunst

Nebenberufliche Fotokünstlerin Gudrun Haas brachte nachfolgendes Bild in ein Europaprojekt der Europäischen Kulturhauptstadt 2010 ein. Auch die KIT-Initiative hatte 2010 ein Europaprojekt. Vor drei Jahren sind sich Gudrun Haas und Hans-Georg Torkel über die Arche Noah in Essen begegnet. Fortan gab es eine Zusammenarbeit zwischen dem KIT-Club Familie Haas und dem KIT-Club Familie Torkel. Das Bild wurde zu einem Symbol in der Verbindung von Handwerk, Technik und Kunst.

Sehen und Denken sind Grundvoraussetzungen des Lernens.
Das Interesse an moderner Technik (Digital-Fotografie, Bildbearbeitung per Computer) in Kombination mit der Möglichkeit der freien Gestaltung bietet vielfältige Lernmöglichkeiten.
Fotokunst, Digital Art, bietet unter Nutzung der Technik die Möglichkeit Gedanken, Erfahrungen, Erinnerungen und Träume in digitale Malerei umzusetzen.
Sehen und Denken bildet auch einen Prozeß, der Kunst erfahrbar werden lässt.

Bildquelle: Gudrun Haas

 


Lernträger: Schülerfirma "Service zum interkulturellen Handeln"

Jugendliche aus der "Juniorschule-Essen" engagieren sich in der Freizeit. In den letzten drei Jahren der Arche Noah waren die Schüler des Erich-Brost-Berufskollegs (EBBK) mit ihrer EBBK-Juniorschule Pioniere der Arche-Noah in Essen. Mit dem Service für interkulturelles Handeln wurde von den Schülern wichtige Aufbauarbeit geleistet.

Schulleiter a.D. Hans-Georg Torkel ermöglicht mit den Projekten individuelle Förderung für Schüler(innen) und Lehrer(innen) im entdeckenden Lernen für Jung und Alt. Beratungsgespräche werden in der Galerie Europäisches Innovationshaus geführt (Terminvereinbarung unter hans-georg.torkel@kit-initiative.de notwendig.

Text folgt

 

Interkulturelle Zusammenarbeit auf universitärer Ebene

 

Herr Torkel berichtet über die Kooperation zwischen der KIT-Initiative und der privaten iranischen Universität IAU, die Ihren Sitz an der Schützenbahn 23 hat.

Herr Torkel ist Moderator zur Entwicklung von Kooperationen zwischen Deutschen Hochschulen und der privaten iranischen Hochschule.